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Diese sind

  • Störungen des Lautspracherwerbs (Dyslalie oder Artikulationsstörung)
  • Störung der Grammatik (Dysgrammatismus)
  • Eingeschränkter Wortschatz
  • Störung des Schriftspracherwerbs
  • kindliches Stottern und/ oder Poltern

 

Sprachentwicklungsstörungen

Sprachentwicklungsstörungen beschreiben eine nicht altersgerechte Entwicklung der sprachlichen Fähigkeiten eines Kindes. Dabei kann es sich um eine Verzögerung, aber auch um eine Abweichung des normalen Spracherwerbs handeln.

Ursachen können Hörstörungen, erworbene oder angeborene Erkrankungen oder auch Wahrnehmungsstörungen sein. Oftmals wird aber eine genaue Ursache nicht deutlich.

Um eine Einschätzung der sprachlichen Fähigkeiten des Kindes zu erhalten wird mit einer gezielten Diagnostik der Sprachentwicklungsstand des Kindes festgestellt. Auffäligkeiten können in den Bereichen Arikulation (Dyslalie), Grammatik (Dysgrammatismus), des Sprachverständnisses und/ oder des Wortschatzes auftreten. Versteht ein Kind nicht oder kann es nur wenige Begriffe gezielt benennen, so bekommt es im Alltag oft Schwierigkeiten sich zu verständigen, Wünsche und Bedürfnisse zu äußern und mit anderen Kindern in Kontakt zu treten.

Eine frühzeitige Therapie (z.B. in Form einer basalen Spieltherapie) unter Umständen bereits ab dem 2. Lebensjahr unterstützt das Kind bei der Erweiterung seines passiven und aktiven Wortschatzes, der Entwicklung seiner gammatikalischen Fähigkeiten und kann die Wahrnehmungsfähigkeit und Sprechfreude positiv beeinflussen.

 

Dyslalie

Eine der verbreitetsten Störungen im Kindesalter ist die Artikulationsstörung (Dyslalie oder Aussprachestörung).

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Störungsschwerpunkten

  1. Bei einer phonetischen Störung wird ein Laut nicht physiologisch gebildet. Ein häufiges Beispiel hierfür ist der "interdentale Sigmatismus", bei dem das Kind (auch manche Erwachsene) die Zunge bei der Bildung der S- Laute zwischen die Zähne schiebt.
  2. Die phonologische Störung zeichnet sich durch eine fehlerhafte Verwendung oder Auslassung von Lauten aus. So wird z. B. häufig der Laut [k] wie in dem Wort "Kopf" durch den Laut [t] ersetzt und das Kind sagt "Mir tut der Topf weh".

Mögliche Ursachen von Dyslalien sind Störungen der Artikulationsmuskulatur (v. a. der Zunge und der Lippen) und/ oder auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsprobleme.

Vor der Behandlung einer Dyslalie muss eine Hörstörung ausgeschlossen werden.

 

Dysgrammatismus

Als Dysgrammatismus bezeichnet man eine Sprachstörung, bei der das Kind  nicht in der Lage ist die Regeln der Wort- und Satzlehre (Grammatik) richtig anzuwenden.

So können Schwierigkeiten

  • bei der Bildung der Pluralformen (Fensters statt Fenster)
  • im Gebrauch der Artikel (Wir wohnen in das Haus.)
  • bei der Bildung der Fälle (Die Katze sitzt auf den Ast.)
  • und/ oder bei der Stellung der Wörter im Satz, oft kombiniert mit Zeitfehlern (Das Auto schon mal Unfall hat.) auftreten.

Von einem schweren Dysgrammatismus spricht man, wenn mehrere der oben aufgeführten Schwierigkeiten mit 3 bis 5 Jahren immernoch gemeinsam auftreten und die sprachlichen Fähigkeiten des Kindes dadurch stark eingeschränkt sind. (Tim Auto auch. Mama Hause.)